Abschlusszeugnis an Realschüler der AFR Aiterhofen verliehen

Viva la vida. Fühle dich federleicht, aber verliere nicht die Bodenhaftung. Unter diesem Motto wurden an der Angela-Fraundorfer-Realschule am vergangenen Freitag die Abschlusszeugnisse an die Zehntklässler verliehen. 

Mit einem feierlichen Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Heinrich Weber, begann die Abschlussfeier an der AFR Aiterhofen. Zum Thema des katholischen Kirchenjahres 2025 „Pilger der Hoffnung“ passend hob Generaloberin Sr. Maria Kreiner hervor, dass jeder auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sei, unterwegs auf seiner persönlichen Pilgerreise. Während ihrer Schulzeit an der AFR sei den Absolventen der Weg gezeigt worden, nun dürften sie hoffnungsfroh in ihr künftiges Berufs- oder Schulleben aufbrechen.

Mit „Viva la vida“ stimmte die Schulband (Leitung: Robert Gruber und Marius Sachse) dann in der Turnhalle zur Feierstunde ein. Und feiern und sich freuen durften die 55 Zehntklässler wirklich. Konrektor Christoph Pleischl zeigte sich stolz über die guten Leistungen der zwei zehnten Klassen und über ihr beständiges Engagement während der gesamten Schullaufbahn. Er gab den Absolventen ein Zitat aus einem Songtext der Ärzte mit auf den Weg: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wäre nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ Das sei die Chance der jungen Generation Dinge zu hinterfragen, zu verändern. Pleischl zeigte sich zuversichtlich, dass es ihnen gelingen könne, im Kleinen oder im Großen, diese Welt ein kleines Stück besser zu machen.

Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier und Aiterhofens Bürgermeister Adalbert Hösl betonten in ihren Reden, dass die Absolventen an der AFR eine fundierte Ausbildung mit vielschichtigen Bildungsangeboten erhalten hätten und sie im Berufsleben mehr denn je als wichtiger Teil des Systems gefragt seien. Hösl hob hervor, dass das Kloster als Schulträger großes Engagement und Aufgeschlossenheit zeige und sich dies in den Leistungen der Absolventen widerspiegele.

Kreisrat Ewald Seifert stellte heraus, dass die vieldiskutierte „Work-Life-Balance“ nicht so ohne Weiteres funktioniere – gerade, wenn jeder nur auf sich schaue. Mit dem erworbenen Realschulabschluss hätten die AFR-ler eine chancenreiche Zukunft vor sich. Die Chancen würden aber nur dann zum Erfolg, wenn man sich auch anstrenge und qualitativ hochwertige Arbeit leiste.

Schulleiter Ulrich Dengler zeigte sich zuversichtlich, dass die diesjährigen Absolventen der AFR auch künftig sehr leistungsbereit seien, hätten die sehr erfreulichen Ergebnisse der diesjährigen Abschlussprüfung doch gezeigt, dass die jungen Erwachsenen fleißig und beständig seien. Mit der wahren Geschichte des Inders Jadav Molai Payeng, der beharrlich über viele Jahrzehnte einen ganzen Wald gepflanzt hat, um gegen die Folgen des Klimawandels anzukämpfen, gab Dengler den Absolventen auf den Weg, selbst auch so beharrlich zu sein. Kleine Veränderungen könnten Großes bewirken. „Lasst euch von dem Mut und der Entschlossenheit des Inders begeistern, gebt nicht auf, wenn es einmal schwierig wird. Lasst euch inspirieren, die Welt zu einem grüneren, besseren Ort zu machen!“

Die Vertreter der beiden 10. Klassen (Tim Attenberger, Sophia Mittig, Alessandro di Napoli und Leoni Stadler) bewiesen durch ihrer Rede, wieviel (Herzens-)Bildung sie aus dem Unterricht, aus Exkursionen und Vorträgen mitgenommen haben. Neben einer humorvollen Rückschau auf Klassenfahrten, kleinere Missgeschicke und lustige Begebenheiten aus dem Unterricht appellierten sie auch an alle, sich für die Demokratie einzusetzen. Sie hätten gerade in den letzten zwei Jahren durch den Unterricht in Geschichte sowie in Politik und Gesellschaft erfahren, wie wichtig es sei, aktiv und mit demokratischen Grundsätzen eine friedlichere Welt zu gestalten. Alle Menschen sollten Wert darauf legen, dass das Grundgesetz als Leitfaden für ein faires und tolerantes Miteinander wieder mehr in den Fokus gesetzt wird.

Nicht nur der Landkreis und die Schule ehrten im Anschluss an die Zeugnisvergabe die Jahrgangsbesten; auch der Elternbeirat, vertreten durch die Vorsitzenden Peter Fichtl und Sandra Hüttinger, gratulierte allen Abschlussschülern und überreichte den Einser-Absolventen kleine Aufmerksamkeiten.