5000€ für Ukraine-Hilfe: Sieben Schulen in Stadt und Land kooperieren für Spendenaktion

Kriegsopfern in der Ukraine helfen. Ein klares, auch nach außen hin sichtbares Zeichen für Frieden und Demokratie setzen. Möglichst viele Schulen erreichen, um mit einer großen Solidaritätsaktion eine breitere Wirkung zu erzielen: Mit diesem Ansatz plante die Angela-Fraundorfer-Realschule Aiterhofen eine schulartübergreifende Spendenaktion. Erfreulicherweise beteiligten sich sechs weitere Schulen aus Stadt und Landkreis mit großem Engagement an der Aktion, deren Erlös an das Spendenkonto der „Aktion Deutschland hilft“ geht.

Die sieben Schulen organisierten die Abgabe von bunt gestalteten Buttons (zum Teil von La Shirtz gesponsert) mit Friedenssymbolen an Schüler und Lehrer gegen Spendenbeträge. Viele Schüler zeigten sich froh, zumindest mit einer Geldspende etwas für die Menschen in der Ukraine tun zu können, dem Gefühl der Ohnmacht wenigstens durch diese Solidaritätsbekundung etwas entgegenzusetzen. „Man muss für Freiheitsrechte auch aktiv werden und sie nicht als selbstverständlich gegeben ansehen“, so Schulleiter Zirm und bekräftigte damit den Anspruch, den allen Schulen haben: Nicht nur Wissen, sondern auch Werte zu vermitteln.

Selbstredend kann dies Heranwachsenden nicht allein durch eine Spendenaktion nähergebracht werden, doch zeigt der gemeinsam erreichte hohe Erlös, dass die Schüler von Stadt und Landkreis bereit sind sich zu engagieren. Der Schülersprecher der AFR, Christoph Baumgartner, fasste die Emotionen so zusammen: „Jeden Tag hört oder sieht man von den schrecklichen Ereignissen in der Ukraine, das Massaker von Butscha berührt zutiefst. Man muss sich informieren, auch wenn vieles schwer auszuhalten ist; und sich dann einsetzen – so wie man es eben kann.“ Nicht nur materielle Zuwendung, sondern auch das Bereitstellen von Unterbringungsmöglichkeiten, so wie es einige Schulen und auch hiesige Klöster bereits machen, zeigt ebenfalls konkretes Engagement.

 

Für einen Gedankenaustausch und um vielleicht auch künftig bei schulartübergreifenden Projekten zu kooperieren, waren Vertreter der teilnehmenden Grund- und Mittelschulen sowie Gymnasien nach Aiterhofen eingeladen worden.

 

Konstantin Brielbeck (Schülersprecher des Anton-Bruckner-Gymnasiums) berichtete, dass er an seiner Schule von allen Seiten positive Resonanz und Unterstützung zur Button-Aktion erfahren habe. Insbesondere die Oberstufenschüler seien bereits im Vorfeld durch verschiedene Vorträge zur Thematik sensibilisiert worden. Großes Mitgefühl mit den Kriegsopfern, aber auch ein Nachdenken über die globalen politischen Herausforderungen seien spürbar gewesen. Ähnliches teilte auch OStRin Susanne Schlögl mit. Die Unterstufenbetreuerin des Johannes-Turmair-Gymnasiums hatte sich zusammen mit ihrer SMV ohne Zögern der Initiative angeschlossen. Besonders berührend war die Schilderung von Beate Härtenberger-Bogner, Konrektorin der Grund- und Mittelschule Hunderdorf, an welcher derzeit drei ukrainische Flüchtlingskinder beschult werden. Die ukrainischen Schüler in Hunderdorf hätten sich mit Tränen in den Augen „Buttons mit einem Herz für die Ukraine“ angesteckt, um ihren Familien die Hilfsbereitschaft der deutschen Schüler zu zeigen.

 

Die Angela-Fraundorfer-Realschule bedankt sich bei allen Schulen, die den Erfolg der Aktion möglich gemacht haben: Grundschule Aiterhofen, Grund- und Mittelschule Hunderdorf, Grund- und Mittelschule Rain sowie Grund- und Mittelschule St. Josef, Anton-Bruckner-Gymnasium und Johannes-Turmair-Gymnasium.

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