Die Kartoffelsuppe und Frieda, das Schwein

Live Cooking, Musik und Nachdenken über Krieg, Hunger und über das Schicksal eines kleinen Schweines: Das war das Rezept für ein außergewöhnliches Theaterstück, welches die fünften und sechsten Klassen der Angela-Fraundorfer-Realschule erleben durften – gesunde Verköstigung inclusive.
Koch Gerhard (Gerhard Bruckner) und seine Assistentin Gerlinde (Gerlinde Feicht) kamen im Auftrag des Gesundheitsamtes (nicht wirklich, sondern auf Einladung der Leiterin des Schultheaters Mignon Dobler) in die Angela-Fraundorfer-Realschule Aiterhofen. „Herr Gerhard“ klärte die Kinder über gesunde Ernährung auf und kochte dabei eine Kartoffelsuppe, „Frau Gerlinde“, seine Assistentin, schnipselte Gemüse und untermalte ihre Gemüselieder mit Akkordeonklängen.Als aus Versehen eine Kartoffel vom Tisch kullerte, die Herrn Gerhard an ein kleines Schwein erinnerte, fiel ihm die Geschichte seiner Mutter Kathi ein. Sie war auf dem Land bei Eltern und Großeltern aufgewachsen. Mit sieben bekam Kathi vom Nachbarn ein kleines Schwein geschenkt. Sie durfte es allein großziehen: Kathi und das Schwein Frieda wurden Freunde. Dann brach der Krieg aus und eine Hungersnot folgte. Außer Kartoffeln war der Familie (und Frieda) nichts geblieben…
Als die Suppe fertig war, hörte der Koch auf zu erzählen. Das Ende blieb offen und lud die Zuschauer aus den 5. und 6. Klassen beim gemeinsamen Essen ein, zu überlegen, wie denn die Geschichte hätte enden können. Die Kartoffelsuppe (natürlich ohne Fleisch), die am Ende an alle verteilt wurde, schmeckte den Schülern und Schülerinnen köstlich und es wurde reichlich nachgefasst.

Kommentare sind abgeschaltet.